RfII | Rat für Informationsinfrastrukturen

Projekte

Das RfII-Plenum gibt sich ein Arbeitsprogramm und richtet zu ausgewählten Themen Ausschüsse oder Arbeitsgruppen ein, die Berichte und Empfehlungen des RfII vorbereiten. Auf Beschluss des Plenums vom November 2017 werden derzeit die folgenden Vorhaben bearbeitet.

Datenqualität

Mit der Zunahme digitaler Forschungsdaten stellen sich neue Heraus-forderungen an Qualitätskonzepte und Qualitätssicherung. Nicht nur die Integrität konkreter Datensätze muss gewährleistet sein. Vielmehr macht die Digitalität von Forschung es erforderlich, in jedem Schritt des sog. „Datenlebenszyklus“ den Erhalt von Datenqualität sicherzustellen. Die Qualität(en) des Datenmanagements, von Metadaten, Standards und Werkzeugen bis hin zu Publikations-, Verbreitungs- und Kommunikations-kulturen geraten durch den digitalen Wandel in einen Strudel neuer Optionen und Aushandlungsprozesse. Der RfII hat in seinem Positionspapier LEISTUNG AUS VIELFALT erste Empfehlungen zur Etablierung einer gemeinsamen Qualitätsverantwortung aller Akteure vorgelegt und plant, diese mit einem zweiten Empfehlungspapier zu vertiefen.

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EU-Entwicklungen

Nicht nur in Deutschland, sondern auch auf europäischer Ebene entstehen neue Ansätze zur Digitalisierung der Wissenschaft und zur Konsolidierung von Informationsinfrastrukturen. Der RfII beobachtet diese Entwicklungen, u.a. die European Open Science Cloud (EOSC), um Wissenschaft und Wissenschaftspolitik bei anstehenden Schritten zu begleiten. Darüber hinaus will der RfII die Entstehung und Vermittlung deutscher Positionen in europäischen und internationalen Debatten unterstützen – unter Berücksichtigung von Anliegen und Vorgehensweise der verschiedenen deutschen Akteure.

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Digitale Kompetenzen und neue Berufs-bilder für den Arbeitsmarkt Wissenschaft

Die fortschreitende Digitalisierung der Wissenschaft erfordert mit großer Dringlichkeit mehr Fachpersonal für Datenmanagement und -analyse, wie auch neue methodische Kompetenzen in den Fachwissenschaften. Konkrete Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, die den technischen, organisatorischen sowie fachwissenschaftlich-inhaltlichen Anforderungen gerecht werden, sind bisher jedoch nicht in ausreichendem Maße vorhanden. Ebenso unbefriedigend ist die Stellensituation. Angesichts der zahlreichen bereits vorliegenden Detailvorschläge zum Thema Kompetenzaufbau betrachtet der RfII übergreifend wirksame Handlungsoptionen für einen raschen und differenzierten Wandel der Personalentwicklung für den Wissenschaftsbereich.

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Nationale Entwicklungen im Forschungsdatenmanagement

Die Einrichtung einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) wird eine gemeinsame Anstrengung aller Akteure im Wissenschaftssystem erfordern, wie auch eine intensive, wissenschaftspolitische und überparteiliche Begleitung. Weitere Vorschläge werden benötigt, um die NFDI auszugestalten und in das deutsche, europäische und internationale Wissenschaftssystem zu integrieren. Neben prozessualen Klärungen der Beteiligungsmöglichkeiten und der Finanzierung betrifft dies Fragen der Evaluation und Qualitätssicherung sowie die Anbindung der zahlreichen bereits existierenden Angebote im Bereich Forschungs-datenmanagement. Perspektivisch hält der RfII auch rechtliche Anpassungen für nötig. In enger Abstimmung mit der GWK und im kommunikativen Austausch mit weiteren Schlüsselorganisationen des Wissenschaftssystems bearbeitet der RfII anstehende Fragen, um die Startphase der NFDI optimal zu begleiten.

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